Tessin

Das Tessin im Süden der Schweiz ist ein Kanton der Gegensätze: Im nördlichen Teil herrscht alpines Klima. Weiter unten im Süden dominieren mediterrane Einflüsse. Mit einer Sonnenscheindauer von 2200 Stunden pro Jahr wird der Kanton als die Sonnenstube der Schweiz bezeichnet. Mit 1800 Millilitern fallen jedoch auch die meisten Niederschläge, nicht selten droht Hagel die Ernte zu vernichten. Der Weinbau profitiert hier von trockenen, heissen Perioden und sehr milden Wintern.

Im Weinbau wird geografisch zwischen Sopraceneri und Sottoceneri unterschieden. Im Norden, dem Sopraceneri werden die Reben teilweise noch an traditionellen Pergolen erzogen. Im Süden, dem Sottocenneri hingegen findet man fast ausschliesslich moderne Drahtrahmensysteme. Auch durch die Bodenbeschaffenheit und das Mikroklima unterscheiden sich die beiden Weinbauregionen.

Beide Teile verbindet die als Leitsorte eingeführte Merlot-Rebe. Sie beansprucht heute 82% der Rebfläche. Weitere rote Rebsorten sind Bondola, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Pinot Noir. Weisse Rebsorten wie Sauvignon blanc, Chardonnay, Chasselas oder Viognier machen nur 8 Prozent der Tessiner Rebfläche aus. Dass trotzdem etwas mehr als ein Fünftel der Produktion auf Weisswein entfallen liegt an der grossen Beliebtheit des Merlot Bianco.

 

Der Entscheid zu Gunsten der Rebsorte Merlot erwies sich als richtig. Denn die Sorte hat im Tessin nicht nur eine zweite Heimat gefunden, sie zeigt sich als absolutes Multitalent. So werden aus Merlot Weissweine, Schaumweine, Rosé und unterschiedlichste Rotweine gekeltert. Beispiele dafür sind fruchtige, jung und kühl zu trinkende Weine wie auch ausdrucksstarke, gut strukturierte Crus, die im Barrique reifen.

 

 

FRANK KAYSER I WEINGUT HIRTH
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Weisswein - Rotwein -Schaumwein
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