Handgezeichnetes Portrait von Delphine und Caroline Frey.

Château La Lagune

Caroline Frey

Haut-Médoc - Bordeaux - Frankreich

Das im südlichen Teil der Appellation Haut-Médoc gelegene Château La Lagune zählt unter anspruchsvollen Kennern, Sommeliers und passionierten Weinsammlern zu den feingliedrigsten, elegantesten und begehrtesten Ausnahmegütern der gesamten Bordelais-Region. Wer nach der perfekten Synthese aus samtiger Seidigkeit, tiefgründiger Komplexität, konzentrierter Dunkelfrucht und kompromissloser Herkunft sucht, stösst unweigerlich auf das Fokus-Keyword Château La Lagune. Als historisch verbrieftes Troisième Grand Cru Classé der berühmten Klassifikation von 1855 verkörpert das nahe der Gemeinde Ludon-Médoc situierte Anwesen die aristokratische Rasse des linken Ufers in vollendeter Harmonie. Unter der zukunftsweisenden und feinsinnigen Leitung der renommierten Oenologin Caroline Frey hat sich das Gut zu einem strahlenden Leuchtturm für kompromisslosen biodynamischen Weinbau entwickelt. Die Erzeugnisse des Hauses überzeugen durch eine faszinierende Balance aus samtigem Körper, feinen Veilchenaromen, edler Kräuterwürze und einer spürbaren Frische, die den Tropfen ein schier endloses Reifepotenzial über viele Jahrzehnte hinweg schenkt.

Das unerschütterliche Fundament für das weltweit geschätzte Profil dieses Grand Cru Classé bildet die bemerkenswerte Geologie der zusammenhängenden Weinbergsflächen. Château La Lagune befindet sich auf einer der am höchsten gelegenen, besterhaltenen und reinsten Kieselsteinterrassen des südlichen Médoc. Der Untergrund zeichnet sich durch eine tiefgründige Auflage aus prähistorischen Günz-Kieselsteinen aus, die vor Jahrmillionen durch die Garonne herantransportiert wurden und mit kalkhaltigem Sand sowie feinsten Ton-Mergel-Adern durchsetzt sind. Diese faustgrossen, rundgeschliffenen Quarz- und Kieselsteine erfüllen im Weinberg eine essenzielle thermische und hydrologische Doppelfunktion. Während der heissen Sommertage nehmen sie die intensive Sonnenwärme wie ein natürlicher Akku auf und geben diese in den kühleren Nachtstunden gleichmässig an die Traubenzonen ab, was eine gleichmässige und vollständige physiologische Ausreifung der Beeren begünstigt. Gleichzeitig bietet die lose Kiesel-Sand-Auflage eine hervorragende Entwässerung nach intensiven Niederschlägen, während der tief liegende Ton-Sockel im Untergrund als natürlicher Wasserspeicher dient und die Rebstöcke vor extremem Hitzestress bewahrt. Die Wurzeln der alten Knorpelreben sind gezwungen, viele Meter tief in dieses karge Gestein einzudringen, was dem Wein seine charakteristische, feinsalzige Mineralität, ein straffes Tanningerüst und seine unverkennbare Frische verleiht.

Zu den prägenden Besonderheiten von Château La Lagune gehört neben der hervorragenden topografischen Lage das ozeanisch geprägte Mikroklima im südlichsten Abschnitt des Médoc. Durch die unmittelbare Nähe zur breiten Mündung der Gironde und dem schützenden Waldgürtel der Landes de Gascogne profitieren die Parzellen von ausgleichenden Temperaturen und einer stetigen Belüftung. Diese kontinuierliche Luftzirkulation hält die Laubwand trocken und schützt das Lesegut auf natürliche Weise vor mikrobieller Feuchtigkeit und Pilzkrankheiten. Eine weitere fundamentale Besonderheit des Weinguts liegt in seinem aussergewöhnlichen Rebsortenspiegel. Neben den für das linke Ufer prägenden Hauptrebsorten Cabernet Sauvignon und Merlot setzt Caroline Frey auf einen historisch gewachsenen, für die Region ungewöhnlich hohen Anteil der spät reifenden Edelsorte Petit Verdot. Diese anspruchsvolle Rebsorte findet auf den warmen Kieselkuppen des Châteaus absolut ideale Bedingungen vor, um ihre vollkommene Reife zu erlangen. Das gesamte Anwesen wird lückenlos biologisch und biodynamisch bewirtschaftet, was das mikrobielle Leben der Böden stärkt. Das Zusammenspiel aus naturnahem Anbau und dem prägenden Petit Verdot schenkt dem Wein sein vielschichtiges Bouquet aus dunklen Waldbeeren, schwarzen Johannisbeeren, feiner Graphitwürze, frischem Zedernholz und eleganten floralen Nuancen von Veilchen.

Die Antwort auf die Frage, wie die vielschichtigen Meisterwerke von Château La Lagune entstehen, liegt in einer perfekten Symbiose aus akribischer Weinbergspflege und einem extrem behutsamen, hochpräzisen Kellerhandwerk unter der Regie von Caroline Frey. Die Pflege der Rebstöcke erfolgt das gesamte Vegetationsjahr über in rein manueller Handarbeit, woraufhin die Ernte ausnahmslos parzellenweise von Hand in kleine Kisten vollzogen wird. Auf dem Weingut durchlaufen die Beeren eine streng selektierte Kontrolle auf optischen Sortiertischen, um ausschliesslich vollkommen makelloses und gesundes Lesegut zur Vinifikation zuzulassen. Die Gärung verläuft vollkommen schonend nach dem Prinzip der Schwerkraft in edlen, temperaturkontrollierten Edelstahl- und Betontanks, wobei die Vergärung spontan durch die weingutseigenen Wildhefen eingeleitet wird. Die Extraktion der Farbstoffe und Tannine erfolgt äusserst behutsam durch sanftes Unterstossen des Tresterhuts, wodurch die noble Seidigkeit der Gerbstoffe bewahrt bleibt. Der anschliessende Ausbau vollzieht sich über einen Zeitraum von bis zu achtzehn Monaten in klassischen Barriques aus französischer Eiche, wobei ein feinst abgestimmter Anteil an neuem Holz zum Einsatz kommt. Dieser langmütige Reifeprozess auf der Feinhefe ohne scharfe Filtrationen bewahrt die unverfälschte Terroir-Seele puristisch in der Flasche.

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