Domaine Montrose
Olivier Coste
Languedoc - Frankreich
Das im Herzen der südfranzösischen Weinbauregion Languedoc nahe der historischen Stadt Pézenas gelegene Weingut Domaine Montrose zählt zu den traditionsreichsten, eigenständigsten und dynamischsten Familienbetrieben Südfrankreichs und steht für eine unverwechselbare Verbindung aus jahrhundertealter Winzerkultur, biologischem Bewusstsein und feingliedriger Eleganz. Wer nach der perfekten Symbiose aus kühler Rasse, seidiger Textur, konzentrierter Beerenfrucht und naturnaher Präzision sucht, stösst unweigerlich auf das Fokus-Keyword Domaine Montrose und Olivier Coste aus dem Languedoc. Das seit dem Jahr 1701 von der Familie Coste geführte Anwesen befindet sich heute unter der zukunftsweisenden Leitung von Olivier Coste, der es meisterhaft versteht, das historische Erbe der Besitztumsgüter mit einem modernen, frischen und terroirgeprägten Weinstil zu vereinen. Die charakterstarken Gewächse des Hauses begeistern passionierte Geniesser und Fachkritiker weltweit durch ein aussergewöhnliches Aromenspektrum, das von knackigen Zitrusnoten, frischen Pfirsichen und weissen Blüten bei den Weiss- und Roséweinen bis hin zu saftigen Weichselkirschen, dunklen Waldbeeren, wilden Garrigue-Kräutern und feinem Graphit bei den Rotweinen reicht.
Das unerschütterliche geologische Fundament für das kühle Rückgrat, die straffe Struktur und die feinsalzige Mineralität der Gewächse bildet die extrem vielschichtige Bodenstruktur der Parzellen der Domaine Montrose rund um die Gemeinde Valros. Die Weinberge erstrecken sich über ein faszinierendes Mosaik aus prähistorischen Bodenformationen, die von dunkelgrauem, vulkanischem Basaltgestein über kieselhaltige Villafranchium-Schwemmland-Terrassen bis hin zu calcithaltigem Kalkstein und rotem Ton reichen. Diese Bodenkomposition erfüllt im Weinberg eine essenzielle hydrologische wie thermische Ausgleichsfunktion. Die dunklen Basaltsteine erloschener Vulkane absorbieren die intensive Sonneneinstrahlung am Tag und geben die gespeicherte Wärme in den kühleren Nachtstunden sanft an die Traubenzonen ab, während der schwammartige Ton-Mergel-Untergrund kühle Feuchtigkeit tief im Erdreich speichert und die Rebstöcke selbst während heisser, trockener Sommermonate kontinuierlich mit Wasser versorgt. Die Wurzeln der tief verankerten Knorpelreben sind gezwungen, sich durch die harten Spalten des Basalt- und Kalkgesteins zu graben, was den Erzeugnissen ihre charakteristische, feinsalzige Mineralität, ein stabiles Tanningerüst und eine überraschend kühle Frische verleiht.
Zu den prägenden Besonderheiten der Domaine Montrose und der eigenständigen Linie von Olivier Coste gehört das extrem begünstigte Mikroklima im Übergangsbereich zwischen dem Mittelmeer und den ersten Ausläufern des Zentralmassivs. Die Weinberge profitieren von einer intensiven Sonneneinstrahlung über den gesamten Vegetationsverlauf, während der kühle Binnenwind Cers aus dem Nordwesten die Laubwand kontinuierlich durchlüftet, das Lesegut nach Niederschlägen rasch trocknet und das Aufkommen von Pilzerkrankungen auf natürliche Weise verhindert. Im Sinne einer nachhaltigen Terroir-Pflege wird das gesamte Weingut lückenlos biologisch und klistaneutral bewirtschaftet, wobei auf chemische Synthesemittel konsequent verzichtet wird, um die biologische Aktivität im Boden zu maximieren. Eine herausragende Besonderheit bildet das leidenschaftliche Engagement von Olivier Coste für den Erhalt und die Reaktivierung historischer, autochthoner Rebsorten wie Carignan, Grenache, Syrah, Cinsault, Picpoul und Roussanne. Das Zusammenspiel aus kühlenden Meeresbrisen, vulkanischen Böden und alten Rebstöcken schenkt den Weinen ihr vielschichtiges Bouquet aus reifen Beeren, mediterranen Kräutern, Pfeffer und kühler Mineralik.
Die Antwort auf die Frage, wie die vielschichtigen Meisterwerke der Domaine Montrose und von Olivier Coste entstehen, liegt in einem zutiefst akribischen, von handwerklicher Zurückhaltung geprägten Keller- und Weinbergsprozess. Die Betreuung der einzelnen Parzellen erfolgt das gesamte Vegetationsjahr über in rein manueller Handarbeit mit strenger Ertragsbegrenzung, woraufhin die Ernte zum optimalen Zeitpunkt der physiologischen Reife vollzogen wird. Auf dem Weingut durchlaufen die Trauben eine streng selektierte Kontrolle auf Sortiertischen, um nur vollkommen makelloses Lesegut zur Verarbeitung zuzulassen. Die Vinifikation verläuft vollkommen schonend unter Ausnutzung der natürlichen Schwerkraft im Keller. Die Weiss- und Roséweine werden nach einer kurzen Kaltmaischestandzeit und sanften Pressung kühl im Edelstahl vergoren, um die knackige Frucht, die feine Säurefrische und die kalkig-vulkanische Mineralität puristisch zu bewahren. Die Rotweine durchlaufen eine behutsame Maischevergärung in Beton- oder Edelstahlbehältern mit sanftem Unterstossen des Tresterhuts, um noble, seidige Gerbstoffe zu extrahieren. Der anschliessende Ausbau vollzieht sich je nach Cuvée über viele Monate im Edelstahl, in Betoneiern oder in feingeschaffenen französischen Eichenholzfässern, wobei auf scharfe Filtrationen verzichtet wird, damit die unverfälschte Terroir-Seele des Languedoc vollkommen erhalten bleibt.
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