La Mondotte
Stephan von Neipperg
Saint-Émilion - Bordeaux - Frankreich
Das legendäre Château La Mondotte zählt zu den am stärksten begehrten, rarsten und spektakulärsten Micro-Cuvées der gesamten Bordeaux-Region und gilt unter passionierten Weinsammlern weltweit als absolut makelloses Monument. Wer nach dem ultimativen Ausdruck von opulenter Dichte, aristokratischer Finesse, konzentrierter Frucht und unendlicher Langlebigkeit sucht, stösst unweigerlich auf das Fokus-Keyword La Mondotte. Die mikroskopisch kleine Parzelle im Osten der berühmten Appellation Saint-Émilion bringt einen Premier Grand Cru Classé hervor, der Jahr für Jahr Höchstbewertungen der internationalen Fachkritik einfährt und den Ruf von Graf Stephan von Neipperg als einer der visionärsten Winzer der Welt eindrucksvoll unterstreicht.
Das unerschütterliche Fundament für die gigantische Tiefe und die faszinierende Struktur dieses Kultweins bildet die einzigartige Geologie der knapp viereinhalb Hektar kleinen Rebfläche. La Mondotte befindet sich auf dem östlichen Ausläufer des hochgeschätzten Kalksteinplateaus von Saint-Émilion. Der Untergrund zeichnet sich durch einen extrem kargen, porenreichen Felsuntergrund aus prähistorischem Muschelkalkstein aus, der lokal als Calcaire à Astéries bekannt ist. Über diesem massiven Kalksockel liegt eine nur sehr dünne, lehmig-tonige Humusschicht mit feinen Silikat- und Mergelanteilen. Diese spezielle Bodenkomposition erfüllt eine entscheidende thermische und hydrologische Doppelfunktion. Der poröse Kalkstein wirkt während regnerischer Perioden wie eine natürliche Drainage und nimmt überschüssiges Wasser sofort auf, während der dichte Ton im Untergrund das Wasser speichert und die Reben in trockenen Sommermonaten feinstdosiert versorgt. Die Wurzeln der sehr alten Rebstöcke sind gezwungen, sich tief durch die Spalten des kompakten Kalksteins zu graben, was dem Wein seine strahlende, kühle Rasse, seine mächtige Tanninstruktur und seine unverkennbare, salzig-mineralische Ader verleiht.
Zu den prägenden Besonderheiten von La Mondotte zählt neben der minimalen Ertragsfläche vor allem das aussergewöhnliche Mikroklima auf dieser leicht erhobenen Hochfläche. Durch die freie, sonnenverwöhnte Exposition geniessen die Trauben vom frühen Morgen bis zum Abend volle Sonneneinstrahlung, während kühle Hochlandwinde für eine stetige Durchlüftung der Laubwand sorgen. Dies verhindert mikrobielle Feuchtigkeit und erlaubt eine extrem lange Ausreifung der Beeren bis weit in den Herbst hinein. Die Rebanlage ist von uralten Rebstöcken geprägt, deren durchschnittliches Alter bei über fünfzig Jahren liegt. Auf dieser Lagenikone dominiert die Rebsorte Merlot mit einem Anteil von rund achtzig Prozent, perfekt ausbalanciert durch circa zwanzig Prozent Cabernet Franc. Seit vielen Jahren wird das gesamte Gut lückenlos biologisch bewirtschaftet. Das perfekte Zusammenspiel aus extrem niedrigen Hektarerträgen, den biologisch gekräftigten Reben und dem puren Mikrolagen-Charakter schenkt diesem Wein eine unnachahmliche Aromendichte von schwarzen Trüffeln, Mokka, reifen Brombeeren, dunkler Schokolade und feinsten Veilchennoten.
Die Antwort auf die Frage, wie dieses Raritäten-Monument entsteht, liegt in einem zutiefst akribischen, von absoluter Hingabe geprägten Keller- und Weinbergshandwerk. Die Betreuung der einzelnen Rebstöcke erfolgt das gesamte Jahr über in rein manueller Handarbeit, woraufhin die Ernte ausnahmslos von Hand in kleine Kisten vollzogen wird. Auf dem Weingut durchlaufen die Beeren eine kompromisslose, mehrstufige Selektion auf optischen Sortiertischen, sodass nur absolut makelloses Lesegut verarbeitet wird. Die eigentliche Vinifikation vollzieht sich nach dem Gesetz der Schwerkraft vollkommen schonend in temperaturkontrollierten Eichenholzboppeln. Die alkoholische Gärung wird spontan durch die weingutseigenen Wildhefen eingeleitet. Um die feine Seidigkeit der mächtigen Gerbstoffe zu bewahren, erfolgt die Extraktion äusserst behutsam durch traditionelles Unterstossen des Tresterhuts. Der anschliessende Ausbau erstreckt sich über einen Zeitraum von bis zu achtzehn Monaten in einhundert Prozent neuen Barriques aus feinporiger französischer Eiche, wobei der Wein bis zur Abfüllung auf seiner Feinhefe reift. Auf eine Schönung oder scharfe Filtration wird konsequent verzichtet, damit die monumentale Struktur und die ungarvierte Terroir-Seele vollkommen erhalten bleiben.
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La Mondotte
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